Bochumer Versprechen

In einer Stadt stehen, neben Wohnhäusern, viele Bauten die für eine gemeinsame Nutzung vorgesehen sind. Egal ob von privater Hand gebaut oder von öffentlichen Geldern bezahlt: Bei ihrer Planung und Eröffnung knüpfen die handelnden Erbauer viele Hoffnungen und offen ausgesprochene Versprechen daran, wie ihr Gebäude, ihr Projekt, die Stadt verändern wird. Unterwegs in Bochum werden wir zu den Nutzern und Nutzerinnen dieser Gebäude und setzen so in Alltag um, was geplant wurde. Erfüllen die Gebäude die ihnen vorab zugeschriebene Funktion ?

Um auf einen Blick Geschichte, Gegenwart und (vergangene) Zukunftserwartung zu kombinieren, hat die Performancekünstlerin Almut Pape zusammen mit dem Hörspielmacher Pascal Bovée und dem Dramaturgen Klaas Werner an sieben wichtigen Punkten im Bochumer Stadtgebiet Plaketten angebracht. Ausgerüstet mit einem Smartphone können Passanten und solche, die gezielt die über die Stadt verteilte Kunst-Hör-Installation ansteuern, Auszüge aus Eröffnungsansprachen und weiteres Material, in denen Bauherren, Befürworter und auch Gegner von Bauprojekten zu Wort kommen, hören.

Als Grundlage dienen Reden, die zur Eröffnung wichtiger Bochumer Orte wie etwa der Jahrhunderthalle, der Ruhr-Universität oder der U35, gehalten wurden und in umfangreicher Recherchearbeit aus den Archiven hervorgesucht wurden. Erstmals waren sie am 7. März 2014 in der Drehscheibe Bochum unter dem Titel „Topographische Versprechen. Selbsterzählung einer Stadt“ als performative Installation zu sehen und zu hören.

Am 12. November 2015 wurde das Projekt „Bochumer Versprechen“ mit Führungen zu einigen der ausgewählten Orte feierlich eröffnet. Im Rahmen des Zeitzeug_Theaterfestival starteten die KünstlerInnen ab 17:30 Uhr von der Zukunftsakademie in Bochum für kurze Spaziergänge in die Stadt hinaus. Danach konnten sich alle Interessierten jederzeit mit Hilfe der Website www.bochumer-versprechen.de über die Lage der Hörstationen informieren und in die Hörstücke reinschnuppern, bevor sie sich auf einen Streifzug durch die Stadt und ihre Versprechen machten.


Konzept und Soundgestaltung:
Almut Pape, Pascal Bovée Dramaturgie: Klaas Werner Programmierung der Website: Marc Löhe SprecherInnen: Josephine Rose Habermehl, Doris Koch, Tim Altegör, Pascal Bovée, Klaas Werner, Almut Pape, Manuel Zauner, Margaux Metze, Janne Terfrüchte, Patrick Bovée, Ariane Trümper, Benjamin Danemann, Lori Richter-Devroe, Danny Marroquin

 

Termine:
12. November 2015 (Premiere), ab 17:30 Uhr
Im Rahmen der Eröffnung des Zeitzeug_Theaterfestivals in der Zukunftsakademie (ZAK) NRW,
Humboldstraße 40, 44787 Bochum.

Die Hörstationen können jederzeit besucht werden und sind dauerhaft zugänglich.

Spielorte:
Sieben bemerkenswerte Bauten in der Stadt Bochum (Jahrhunderthalle, Ruhrpark, Ruhr-Universität, Stadtbadgalerie, U35, Exzenterhaus, Musikzentrum)

www.bochumer-versprechen.de

Eine Anna Kpok Produktion /// gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, das NRW KULTURsekretariat und die Stadt Bochum.